Produktionsphilosophie: Strenge, Hingabe, Vertrauen und Kreativität
Die Cantina Tramin wurde 1898 auf Initiative von Christian Schrott, dem Pfarrer von Tramin, gegründet, mit dem Ziel, den Bergweinbauern eine Zukunft zu sichern. 1971 schloss sie sich der 1893 gegründeten Cantina Sociale di Egna an.
Heute vereint die Genossenschaft 160 Mitgliedsfamilien auf etwa 270 Hektar Rebfläche, mit einer durchschnittlichen Produktion von 1,9 Millionen Flaschen pro Jahr, von denen 70 % für den italienischen Markt und 30 % für den Export bestimmt sind. Seit den 1990er Jahren führt der Önologe Willi Stürz das Weingut zu einer immer präziseren Qualitätsvorstellung, die im Projekt Selezione gipfelt: Epokale, Nussbaumer, Troy, Terminum, Unterebner, Stoan, Maglén, Urban und Loam.
Jede Flasche entsteht aus der gemeinsamen Arbeit von hundertsechzig Familien, die an denselben Traum glauben: mit Strenge und Kreativität die Seele von Tramin zu erzählen.
Anerkennungen und Ruf
Im Jahr 2018 war Epokale der erste italienische Weißwein, der 100/100 Parker-Punkte erreichte. Stoan erzielte 97 Punkte bei Decanter und 94 Punkte beim Robert Parker Wine Advocate, Nussbaumer erhielt drei Jahre in Folge die Drei Goldenen Sterne von Veronelli, Maglén und Urban erreichten 94-95 Punkte bei James Suckling. Diese Auszeichnungen bestätigen eine konstante Qualität, die in über einem Jahrhundert genossenschaftlicher Geschichte aufgebaut wurde.
Ein erkennbarer Stil
Im Jahr 2010 vollendete das Weingut seinen neuen Sitz, entworfen vom Architekten Werner Tscholl: eine grüne Stahl-Skulptur, die sich als Ikone und Symbol von Tramin etabliert hat. Eine Architektur, die dieselbe Philosophie wie die Weine erzählt: technische Präzision, Respekt vor dem Terroir und die Aufwertung der autochthonen Rebsorten, beginnend mit dem Gewürztraminer, dem Emblem dieses Landes.
Ein Erlebnis, das über den Wein hinausgeht
Cantina Tramin ist nicht nur Produktion: Es ist auch Gastfreundschaft. Der Verkaufsraum und der Verkostungsraum, das ganze Jahr über geöffnet, ermöglichen es, die Weinberge rund um Tramin aus nächster Nähe zu entdecken und die Arbeit der 160 Familien kennenzulernen, die sie bewirtschaften. Einen Besuch im Weingut zu machen bedeutet, in das authentischste Südtirol einzutauchen, zwischen Weinlese, Bergen und der Wiege des Gewürztraminers.
Cantina Tramin heute
Heute ist die Cantina Tramin eine der angesehensten Genossenschaften in Südtirol: 160 Familien, mehr als ein Jahrhundert gemeinsamer Geschichte und eine Architektur, die zum Symbol des Ortes geworden ist, vereint durch dieselbe Vorstellung von Qualität.
Für alle, die Weine suchen, die Territorialität, önologische Präzision und internationale Anerkennung vereinen, bleibt die Cantina Tramin eine absolute Referenz unter den aromatischen Weißweinen und Rotweinen Südtirols.
Die Rebsorten: vom Gewürztraminer bis zu den großen Südtiroler Rotweinen
Das Herz der Produktion dreht sich um die großen Protagonisten der Südtiroler Önologie:
- Gewürztraminer, die Rebsorte, die den Namen Tramin in die Welt trägt, angebaut an den westlichen Hängen in mittlerer Höhe, wo sie ihr charakteristischstes Aroma entwickelt.
- Pinot Nero, in den historischen Weinbergen von Mazon und Glen an der Ostseite: Hier findet er einen seiner elegantesten Ausdrücke in Italien.
- Lagrein, die autochthone Hauptrebsorte der Gegend um Auer, interpretiert in intensiven und strukturierten Versionen.
- Chardonnay, Sauvignon und Weißburgunder, die Hauptakteure großer Weiß-Cuvées wie Stoan.
Jedes Etikett erzählt ein anderes Fragment von Tramin: den Wind, die Dolomiten, den See, den Kalkstein.